Christoph Rothenbücher

Kontakt

Christoph Rothenbücher

Wissenschaftlicher Mitarbeiter/Kollegiat
DFG-Graduiertenkolleg „Deutungsmacht"
Universität Rostock
Universitätsplatz 5
D-18055 Rostock

E-Mail. christoph.rothenbuecher@uni-rostock.de

Institutionen als Belief Systems in der internationalen Politik

Deutungsmacht am Beispiel der neuen Seidenstraße

Ausgangspunkt dieser Arbeit sind Veränderungen der Weltordnung und die unterschiedlichen Reaktionen darauf. Diese Unterschiede begründen sich in gegensätzlichen Deutungen des Konzeptes Ordnung. Ordnung besteht aus Elementen die man als Institutionen (oder Überzeugungssysteme) bezeichnen kann. Einzelne dieser Elemente, wie staatliche Souveränität oder der liberale Weltmarkt, stehen heute zur Disposition und daraus ergeben sich Konflikte, wer wie viel Deutungsmacht über diese Institutionen besitzt.

Dementsprechend betrachtet diese Arbeit Weltordnung anhand konstruktivistisch-institutionalistischer Theorien. Die Natur internationaler Beziehungen wird hier beispielsweise mithilfe des Musters einer Staatengesellschaft, wie u.a. Hedley Bull sie formuliert und Barry Buzan weiterentwickelt hat, analysiert. Um alternative Deutungen der Ordnung des politischen Kosmos zu verstehen, wendet sich das Forschungsprojekt chinesischer politischer Philosophie internationaler Beziehungen zu. Operationalisiert wird ein solches Forschungsprogramm mit den konkreten Forschungsfragen welche Bedeutung Überzeugungs- und Normensysteme in internationaler Politik haben und wie sie sich dort manifestieren. Ihre Bedeutung, so wird erstens argumentiert, lässt sich mit Institutionalismus herleiten und wird, zweitens, inhaltlich immer stärker asiatisch geprägt sein. Ihre Manifestation, so die Thesen zur zweiten Frage, findet erstens über Regionalismus, hier besonders bei der Manifestation alternativer Überzeugungssysteme, statt und zweitens über die globalen Vernetzungsdynamiken des Welthandels, in denen auch Deutungsmacht und entsprechende Konflikte besonders hervortreten. Die hierzu herangezogene empirische Grundlage umfasst zwei Quellen: Chinas Belt and Road Initiative (BRI) und maßgebliche Beiträge der politischen Philosophie Chinas.

Forschungsinteressen

Forschungsinteressen

  • Chinesische politische Philosophien internationaler Beziehungen
  • Belt and Road Initiative (BRI) / neue Seidenstraßen
  • Institutionalistische Theorien internationaler Politik
  • Normen-/Überzeugungssysteme in internationalen Beziehungen
Werdegang

Werdegang

04/2020 – aktuell                   wissenschaftlicher Mitarbeiter am Graduiertenkolleg "Deutungsmacht" / Universität Rostock

04/2018 – aktuell                   Promotion Internationale Politik / Universität Rostock    

10/2013 – 03/2016                Chinese Studies – M. A. / Universität Würzburg

08/2014 – 02/2015                Chinese Studies – M. A. / Peking University

09/2009 – 08/2012                Modern China – B. A. / Universität Würzburg

03/2011 – 07/2011                Modern China – B. A. / Peking University