Im Druck: Wortmacht / Machtwort. Deutungsmachtkonflikte in und um Religion. Interpretation Interdisziplinär, Bd. 16, Königshausen & Neumann

P. Stoellger: Einleitung. Zwischen Machtwort und Wortmacht. Was heißt ‚das Sagen‘ oder ‚etwas zu sagen‘ haben? – A Krisen der ‚Säkularisierung‘ als Deutungsmuster – J. Zachhuber: Von der Säkularisierung zur Postsäkularisierung und zurück Sozialphilosophische Deutung und empirischer Befund – D. Witte: Abschied vom Mythos. Von der Sakralisierung des Säkularisierungstheorems zur Säkularisierung der Soziologie – D. Schulz: Die Säkularisierung der Demokratietheorie. Deutungen einer Leerstelle – Y. Dennaoui: Modernisierungspfade und Säkularisierungskulturen. Zur Kritik der Säkularisierungskategorie im Kontext der Multiple- Modernities-Debatte – R. A. Klein: Säkularisierung als Ideologie. Claude Leforts alternatives Deutungsmuster der Moderne – F. G. Menga: Säkularisierung und die aporetischen Schicksale der modernen Demokratie. Rechts- und politisch-philosophische Überlegungen zur Versuchung einer Strategie der Immanenz – B Deutungsmacht der Religion? Chiasmen der Fremd- und Selbstdeutung von Religion – H. Vorländer: Die Deutungsmacht des Religiösen in Transzendenzdiskursen – P. Stoellger: Transzendenzkompetenz und Kompetenztranszendenz. Zur Deutungsmacht im Verhältnis von Transzendenz und Gemeinsinn – B. P. Priddat: religious delivery. Ein neuer Ansatz zur ‚economics of religion‘. Marktliche Interpretationen von Religion – S. Jarosch: Radikale Pluralität vs. universalistische Großtheorie - Debatten in der Befreiungstheologie heute – H. Reichel: All/ Macht/Wissen. „Politische Theologie“ als Zwei- Wege-Deutungsmodell in der Überwachungsgesellschaft – R. Anselm: Ich glaube. Der Einzelne und die Kirche im Zeitalter der Authentizität – M. Kumlehn: Rhetorik und Religionspädagogik. Reden lernen im Spannungsfeld von religiöser Rede und deutungsmachtsensibler Rede über Religion – J. Wolff: Rhetorik und/oder Religion? Mimesis und Originalität beim späten Klopstock – C Deutungsmachtanalyse: theoriebildende Weiterführungen – K. Röttgers: Eine modaltheoretische Interpretation von Allmacht – D. Witte: „Die Deutung von der Macht her denken“. Zwei konkurrierende Konzepte von ‚pouvoir symbolique‘, oder: Bourdieu und die Hermeneutik – D. Schulz: Gewaltenteilung im Symbolischen. Deutungsmacht in der Mischverfassung der Moderne – D. Dayan: Event, fairground, epiphany. On news, events, and interpretation – B. Liebsch: „Das Sagen haben“ und die An-Archie menschlicher Rede. Deutungsmachtkonfl ikte in der Angelegenheit menschlicher Reproduktion und Generativität - unter dem Druck der life sciences

Im Druck: Bildmacht / Machtbild (Verlag Königshausen & Neumann)

The Power of Interpretation: Imagined Authenticity - Appropriated Identity, edited by Klaus Hock

The papers presented in this volume inspect new forms (and the analysis of new forms) of African Christian life. These forms are the result of interactions between European and African Christianities in a realm both “beyond” or “trans” and very “amidst” their specific contexts due to processes of glocalisation and transnational migration. Taken as a whole, the contributions point out that the analysis of new forms of Christian life can no longer successfully claim the power of interpretation by simply holding on to hitherto established hegemonic discourses emphasising the advancement of “African” traditions or of plain Africanisation processes - or of the rejection of “European” traditions in combination with a revitalisation of “African” religious practices, institutions, beliefs, etc. Rather, this analysis may achieve a new power of interpretation by taking into account the impact of new hermeneutic orders as a result of a complex transconfiguration. Thereby, new forms of Christian life in Africa are created in the image of a new African vision beyond essentialist and dichotomic culturalist discourses.

 

The Power of Interpretation: Imagined Authenticity - Appropriated Identity, edited by Klaus Hock, 2016, ISBN: 978-3-447-10738-9, Harrassowitz Verlag

Macht und Reflexion, hrsg. v. Heiner Hastedt

Reflexion kann und soll Macht entfalten und Macht kann reflexiv werden. Doch: Nicht jede Reflexion ist mächtig und nicht jede Macht ist reflexiv. So lautet das Programm, zu dem dieser Band beitragen möchte, indem besonders die folgenden Fragen erörtert werden: Sind Menschen auch im Lichte gegenwärtiger Humanwissenschaften Wesen, die sich im reflektierenden Nachdenken selbst verändern können? Leben wir in einer Gesellschaft, die in einzelnen Praxisfeldern so gestaltet ist, dass Reflexion zu normativ erwünschten Veränderungen führt? Wie wirkt sich ihrerseits Macht auf das Nachdenken aus? Lässt sich von einer Konstitution der Reflexion durch Macht sprechen? Welcher Begriff von Reflexion, welcher von Macht ließe sich heute verteidigen – auch unter Einbeziehung der philosophiehistorischen Dimension? Kann vor dem Hintergrund solcher Klärungen die Macht der Reflexion argumentativ so behauptet werden, dass sie über ihren Geltungscharakter hinaus auch tatsächlich wirksam wird?

Macht und Reflexion, hrsg. v. Heiner Hastedt, 2016, ISBN 978-3-7873-3010-2, Felix Meiner Verlag

Deutungsmacht / Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten Hrsg. v. Philipp Stoellger

"Jeder hätte sie gern, viele kämpfen darum, manche scheinen sie zu 'haben' - aber bisher ist weitgehend ungeklärt, was das ist: Deutungsmacht . Wie entsteht, funktioniert und vergeht sie, exemplarisch im Kontext von Religion und belief systems? Was für Macht entwickeln Deutungen? Wann und warum werden sie anerkannt oder auch nicht mehr? Dieses gängige Konzept der "Deutungsmacht" wird in den Beiträgen begrifflich näher ausgearbeitet und mit Fallstudienmaterial bearbeitet.
Aktuell besonders relevant ist die Tatsache, dass die Pluralisierung von Ordnungen einher geht mit Deutungsmachtpluralisierung. Der Anspruch einer Deutung auf Anerkennung und Geltung wird explizit und begründungsbedürftig im Streit verschiedener Deutungen um Macht. Vermutlich wird in jeder Kommunikation im Konfliktfall ein Deutungsmachtkonflikt ausgetragen. Die gesellschaftliche Relevanz solcher 'Arbeit an Deutungsmacht' besteht in der Differenzierung des Verstehens kultureller Deutungsmachtkonflikte, das der Verständigung und Bearbeitung derselben förderlich werden kann."

Deutungsmacht. Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten. Hrsg. v. Philipp Stoellger 2014. IX, 617 Seiten. ISBN 978-3-16-153031-9