Qualifikationsprogramm (gekürzt)

Das Qualifikationsprogramm ist auf Förderung forschungsbezogener Kompetenzen, wissenschaftlicher Vernetzungstätigkeit und kommunikativer soft skills ausgerichtet. Der spezifische Mehrwert des Qualifizierungskonzepts besteht in der Befähigung der Kollegiatinnen und Kollegiaten zu Vermittlungsleistungen zwischen der anspruchsvollen Deutungsmachttheorie und ihren konkreten Projekten, deren Verbindung eine starke heuristische Kraft entfalten kann, wie die Arbeit in der ersten Förderperiode gezeigt hat. Die vorrangigen Ziele liegen jedoch in der intensiven Förderung der interdisziplinären Transferleistungen und Gesprächskompetenzen, die neben der wahrgenommenen Vielfalt disziplinärer Zugänge zum Rahmenthema zugleich die Analysemöglichkeiten und Deutungsperspektiven der je eigenen Fachkulturen erweitern können. Den Kollegiatinnen und Kollegiaten wird ermöglicht, ihre Projekte sowohl durch Mitbestimmung des Studienprogramms als auch durch Aufenthalte an anderen Forschungseinrichtungen zu profilieren und zu exponieren, um international konkurrenzfähig zu werden. Hochschuldidaktische und methodenorientierte Angebote wissenschaftlichen Arbeitens werden auch von der Graduiertenakademie der Universität Rostock angeboten, die die strukturierte Doktorandenausbildung der Rostocker Graduiertenkollegs unterstützt. Das Qualifikationsprogramm hat durch seine Veranstaltungsformate und Vernetzungsstrukturen vorrangig eine Weiterqualifikation für den akademischen Bereich inklusive der Grundkenntnisse im Wissenschaftsmanagement und der Tagungsplanung zum Ziel, nimmt jedoch auch handlungsorientierende Perspektiven für die Diskurse um religiöse und kulturelle Deutungsmachtkonflikte bzw. -konfliktbearbeitung außerhalb des universitären Bereiches in den Blick. Für außerakademische Arbeitsfelder sind unsere Kollegiaten und Kollegiatinnen im Bereich des tertiären Bildungssektors, der Öffentlichkeits- und Beratungsarbeit in Kultureinrichtungen, Kirchen und der Verlags- und Medienlandschaft attraktive Absolventen und Absolventinnen.

Das inhaltlich-thematisch spezifizierte Programm ab WS 2018/19:

1. Semester: Doktorandenseminar „Deutungsmacht in Sachen 'Religion' und 'Nicht- Religion'“ (Hock, Klie)

2. Semester: Nachwuchsforum (Kollegium, Kollegiatinnen und Kollegiaten)

3. Semester: Doktorandenseminar „Deutungsmacht im Pluralismus“ (Hastedt, Kumlehn)

4. Semester: Ringvorlesung „Deutungsmacht interdisziplinär” (Kollegium Deutungsmacht/Externe)

5. Semester: Doktorandenseminar „Deutungsmächtige Begriffe in belief systems“ (Dosch, Mackenthun)

6. Semester: Doktorandenseminar „Deutungsmacht und Gedächtnis – Erinnerungskulturen im Deutungsmachtkonflikt“ (Gärtner/Wodianka)

7. Semester: Doktorandenseminar „Deutungsmacht regionaler und nationaler Mythen“ (Bizeul, Dosch)

8. Semester: Doktorandenseminar „Epistemologie” (Hastedt, Hock)

9. Semester: Doktorandenseminar „Deutungsmacht in asymmetrischen Machtbeziehungen: semiotische und postkoloniale Zugänge“ (Linde, Mackenthun)