Ringvorlesung: Deutungsmacht interdisziplinär, SoSe2017

Prof. Jean-Luc Nancy: "Savoir Parler - Parler Savoir" Öffentlicher Gastvortrag am GRK Deutungsmacht

Im Zuge seines Fellowaufenthaltens im Graduiertenkolleg "Deutungsmacht" hält Jean-Luc Nancy am 05.12.2016 um 19Uhr einen Gastvortrag im Hauptgebäude der Universität Rostock, Hörsaal 218, 18055 Rostock

Hermeneutic Conflict, Cultural Entanglement and Social Inequality - Power of Interpretation in Intersectional Perspective

Date: Rostock, 22-24 September, 2016 Place: IBZ, Rostock, Germany

International Symposium: Decolonizing and TransArea-izing Knowledge-Production

Area Studies und TransArea-Studies haben Konjunktur. Im Zentrum regionalwissenschaftlicher Forschung stehen aber zusehends epistemologische und methodische Problemlagen. Regionalwissenschaftliches Wissen kann einerseits produktiv genutzt werden, um Narrative und hegemonial-befangene Begriffe wie Religion, Säkularismus, Recht, Demokratie, Gesellschaft etc. neu zu denken. Auf der anderen Seite steht die regionalwissenschaftliche Wissensproduktion selbst auf dem Prüfstand, indem sie sich notwendigerweise in einen transarealen Wissensaustausch und -transfer einbringt.
Anlässlich dieser höchst-aktuellen und dynamischen Debatte organisiert das Graduiertenkolleg „Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“ gemeinsam mit dem Lehrstuhl Internationale Politik und Entwicklungszusammenarbeit der Universität Rostock vom 24. bis 25. Juni 2016 das internationale Symposium "Decolonizing and TransArea-izing Knowledge Production: Conflicts of Interpretation and Aspirations of TransArea Studies" im Internationalen Begegnungszentrum Rostock (IBZ, Bergstarße 7a).
Es kommen WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen (African Studies, American Studies, Islamic Studies etc.) und regionaler Schwerpunkte zu Wort, die Asymmetrien regionalwissenschaftlicher Wissensproduktionen aufzeigen und sich um alternative Ansätze bemühen.
Das Programm finden Sie hier
Am Vorabend des Symposiums (Donnerstag, 23. Juni) sind zudem alle Interessierten zu einem öffentlichen Gastvortrag des Islamwissenschaftlers Dr. Muhammad al-Habash mit dem Titel „Islam and European Culture: More in Common Than You Think“ eingeladen.
Um eine Anmeldung bei erik.gruenke(at)uni-rostock(dot)de wird gebeten.

Lange Nacht der Wissenschaften

Das GRK Deutungsmacht wird sich am 28. April 2016 an der "Langen Nacht der Wissenschaften" beteiligen. Nähere Informationen, das gesamte Programm und die Eintrittspreise finden Sie ab ca. Ende März unter
http://www.lange-nacht-des-wissens.de/.

Mythos und Tabula Rasa - absoluter Anfang und totale Auslöschung als Denkform

Inwiefern ist das Gründungs-Potential des Mythischen generell oder im Einzelfall gebunden an Vorstellungen der totalen Zerstörung, der absoluten Auslöschung, des unbedingten Neuanfangs, der Tabula rasa? Ausgehend von dem in der Forschung bisher stets profilierten konstruktiven Gründungspotential des Mythischen will die interdisziplinäre Tagung die destruktive, Auslöschung voraussetzende oder anstrebende Dimension von Mythen aufzeigen: Gibt es eine komplementäre oder wider-ständige Seite mythischer (Gründungs-)Narrative, die Konstruktionen des Nullpunkts – insbesondere in Deutungskonflikten - erfordern oder begünstigen?  Es sollen historische und politische Konstellationen sowie narrative und ästhetische Strategien in den Fokus gestellt werden, die die Denkformen vom Kahlschlag re-präsentieren und in ihrer Relation mit mythischen Gründungerzählungen illustrieren.
Wann? 29.01.2016 – 31.01.2016
Wo? IBZ, Bergstr. 7a, 18057 Rostock
Für weitere Informationen klicken Sie bitte rechts auf das Plakat.
Formlose Anmeldung erbeten an:
florian.zacher(at)uni-rostock.de
+49 (0)381 498 8405
GRK Deutungsmacht
Universitätsplatz 5
18055 Rostock 

Kausale und modale Macht

Gastvortrag zum Fellowaufenthalt von Prof. Dr. Marc Rölli
Der Vortragende, Prof. Dr. Marc Rölli, ist Inhaber des Lehrstuhls für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig.
Der Vortrag beginnt am 01.02.2016 um 18.00 im Hörsaal 323, im Hauptgebäude, Universitätsplatz 1. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. 

GRK Deutungsmacht beim Forschungscamp 2015

Das GRK Deutungsmacht hat sich erfolgreich am Forschungscamp der Universität Rostock beteiligt. Die anwesenden Wissenschaftler konnten zahlreiche interessierte Besucher über die spannenden Fragen des Forschungsprogramms und die derzeit laufenden Projekte informieren.

Belief Systems: Glaube jenseits von Religion?

Mit dem Workshop „Belief Systems: Glaube jenseits von Religion? Potentiale und Perspektiven zur Untersuchung von Deutungsmacht und Deutungsmachtkonflikten“ widmet sich das Rostocker DFG-Graduiertenkolleg einem seiner zentralen und titelgebenden Erkenntnisinteressen. Der Begriff „belief system“ zeugt davon, dass neben den religiösen auch nichtreligiöse Glaubenssysteme und Überzeugungen existieren, aus denen Deutungsmacht entsteht. Der Workshop möchte mithilfe eines allgemein-konzeptuellen Vortrags und zwei Vorträgen zu den Fallbeispielen Politische Religion und civil religion die Potentiale von “belief systems" für die Arbeit des Kollegs ausloten.
Formlose Anmeldung erbeten an:
florian.zacher(at)uni-rostock.de
+49 (0)381 498 8405
GRK Deutungsmacht
Universitätsplatz 5
18055 Rostock

"Macht und Reflexion" - Kooperationstagung

Das Institut für Philosophie der Universität Rostock und die Deutsche Gesellschaft für Philosophie veranstalten in Kooperation mit dem GRK Deutungsmacht die öffentliche Tagung "Macht und Reflexion".
Zeitraum: 08.10. - 10.10.2015
Ort:         Aula der Universität Rostock
 
Weitere Informationen zum Programm und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie auf den Seiten des Instituts für Philosophie:
Informationen / Anmeldung

Jenseits von Deutung und Faktum

Der Workshop des GRK „Deutungsmacht“ beschäftigt sich (vom 16.-17.7) aus kulturtheoretischer Perspektive mit der Frage nach dem „Anderen“ von Deutung, das hier zunächst als Faktum benannt ist. Dazu soll das Verhältnis von Deutung und Faktum mit dem von Kultur und Natur parallelisiert werden. Gibt es Deutungen wie es Fakten gibt und was macht sie jeweils zu solchen? Lässt sich Natur ohne Kultur (Realismus) und Kultur ohne Natur (Konstruktivismus) verstehen? Kann jede beliebige Deutung gleichermaßen mächtig werden oder lassen sich kulturelle bzw. natürliche Geltungskriterien für Deutung, Macht und Deutungsmacht identifizieren?

Fellowaufenthalt von Prof. Christiane Voss

Frau Voss ist Sprecherin des interdisziplinären Kompetenzzentrums “Medienanthropologie”, das “die Erforschung der Medialität, der Medienbedingtheit und Medienverfasstheit menschlicher Daseinsvollzüge ins Zentrum stellt. Dabei ist das Konzept der Anthropomedialität forschungsleitend. Anthropomedialität beschreibt mit der Verschränkung von Menschen und Medien ein eigenständiges Drittes, das jeder Unterscheidung von Mensch und Medium als deren Ursprung vorausgeht." (www.uni-weimar.de/de/medien/institute/koma/)

Filmnacht der Deutungsmacht - "Lichter der Vorstadt"

Blendend und verführerisch funkeln die "Lichter der Vorstadt" für den einsamen Wachmann Koistinen. Einige seiner Wünsche scheinen sich zu erfüllen, als ihm Mirja begegnet - doch die begehrenswerte Frau treibt ein doppeltes Spiel. In gewohnt tristem Stil zeichnet Regisseur Aki Kaurismäki ein nüchternes Bild der finnischen Gesellschaft verpackt in einer Kriminalgeschichte.
Mit diesem ersten Beitrag der "Filmnacht der Deutungsmacht" lädt das Graduiertenkolleg "Deutungsmacht. Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten" zum gemeinsamen Fragen ein. Was wird uns gezeigt? Was bleibt verborgen? Was wird uns vermittelt und wie geschieht das? Diese Fragen möchten wir anhand der klaren Bildsprache Kaurismäkis diskutieren.
Los geht's am 14.07.2015 um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei und für die offene Diskussion im Anschluss sind Tische im Freigarten reserviert.

Artikel zum GRK in der Frankfurter Rundschau

Am 13.4.2015 erschien in der Online-Ausgabe der Frankfurter Rundschau ein Artikel zu Prof. Philipp Stoellger und dem GRK Deutungsmacht.
zum Artikel

Vortrag von Martina Löw am 06. Juli 2015

Seit den 1970er Jahren hat sich die räumliche Ordnung des Sozialen grundlegend gewandelt. Der Vortrag „Space Oddity. Raumtheorie nach dem Spatial Turn“ geht nun der Frage nach, auf welchem Fundament interdisziplinäre Raumtheorie nach dem Spatial Turn weiterentwickelt werden kann.
Die Vortragende, Prof. Dr. Martina Löw, ist Inhaberin des Lehrstuhls für Planungs- und Architektursoziologie an der TU Berlin. Veranstalter sind der Lehrstuhl für Allgemeine Soziologie und Makrosoziologie in Kooperation mit dem DFG-Graduiertenkolleg Deutungsmacht.
Der Vortrag beginnt am 6.7.2015 um 15.15 im Raum 021, in der Ulmenstraße 69, Haus 1. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Bildmacht - Machtbild / Zur Deutungsmacht des Bildes

22. – 25.04.2015
Max-Planck-Institut für Demografische Forschung
Konrad-Zuse-Str. 1, 18057 Rostock
Anfahrt

Kontakt und Anmeldung:
Prof. Dr. Philipp Stoellger
Anmeldung erbeten an Florian Zacher

The Power of Interpretation: Imagined Authenticity – Appropriated Identity

This international workshop inspects new forms (and the analysis of new forms) of African Christian life, which are the result of interactions between European and African Christianities both “beyond” or “trans” and amidst their specific contexts due to processes of glocalization and transnational migration. While geographically focussing on Africa, there will be an inbuilt attentiveness to the impact of impulses from these interactions in the global North.

Wer hat das Sagen in Sachen Religion? Deutungsmachtkonflikte in und um Religion

Jeder hätte sie gern, viele kämpfen darum, manche haben sie und alle sprechen davon – aber keiner kann genau sagen, was das eigentlich ist: Deutungsmacht. Wie entsteht, funktioniert und vergeht sie, exemplarisch im Kontext von Religion und vergleichbaren belief systems? Anhand signifikanter Deutungsmachtkonflikte sollen Konstellationen von Deutung und Macht in Geschichte und Gegenwart untersucht werden, um zu klären: Was für eine Form von Macht ist Deutungsmacht? Warum und wie erweisen sich Deutungen als »mächtig«, wann und warum werden sie anerkannt oder nicht? Ausgehend von der Hypothese, dass Deutungsmacht sich in Deutungskonflikten manifestiert, widmet sich die Tagung den zu unterscheidenden Geltungsansprüchen, die im Streit verschiedener Deutungen um Macht und Anerkennung konfliktiv werden.

Macht und Deutungsmacht

Jeder hätte sie gern, viele kämpfen darum, manche haben sie und alle sprechen davon – aber keiner kann genau sagen, was das eigentlich ist: Deutungsmacht. Wie entsteht, funktioniert und vergeht sie, exemplarisch im Kontext von Religion und vergleichbaren belief systems? Anhand signifikanter Deutungsmachtkonflikte sollen Konstellationen von Deutung und Macht in Geschichte und Gegenwart untersucht werden, um zu klären: Was für eine Form von Macht ist Deutungsmacht? Warum und wie erweisen sich Deutungen als »mächtig «, wann und warum werden sie anerkannt oder nicht? Der Workshop soll als Diskussionsforum die Möglichkeit bieten, bestehende Konzepte und Theorien von Deutungsmacht zu thematisieren, offene Fragen zu Macht und Deutungsmacht zu diskutieren sowie zur begrifflichen und methodischen Ausdifferenzierung beizutragen. Ausgehend von der Hypothese, dass Deutungsmacht sich in Deutungskonflikten manifestiert, werden in den Vorträgen, Diskussionen und Posterbeiträgen exemplarisch Konstellationen zur Sprache gebracht, in denen sich der Streit verschiedener Deutungen um Macht und Anerkennung zeigt.