GRK Deutungsmacht - Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten


Aktuelles

Ringvorlesung „Welt aus den Fugen? Deutungsmachtkonflikte zwischen Ordnung und Chaos“ im Sommersemester 2020

Die interdisziplinäre Ringvorlesung des DFG-Graduiertenkollegs „Deutungsmacht. Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“ stellt exemplarische Phänomene und Diskurse deutungsmachtrelevanter Konfliktkonstellationen vor, die zu der Frage, ob die Welt (immer noch, wieder neu) aus den Fugen geraten sei, vielschichtig etwas beitragen können. Dazu werden verschiedene zentrale Analysekategorien des Graduiertenkollegs entfaltet und zur Untersuchung gegenwärtiger politischer, religiöser und gesellschaftlicher Transformationsprozesse „zwischen Ordnung und Chaos“ herangezogen. Die Beiträge der Ringvorlesung kommen aus den Fächern: Religionspädagogik, Politikwissenschaft, Philosophie, Religionswissenschaft und Interkulturelle Theologie, Nordamerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft, Praktische Theologie, Französische und Italienische Literaturwissenschaft, Systematische Theologie und Religionsphilosophie.

Die einzelnen Themen und Vorlesungstermine sind dem beigefügten Plakat zu entnehmen. Die Vorlesungen beginnen um 17:15 Uhr im HS 323 des Universitätshauptgebäudes, Universitätsplatz 1, 18055 Rostock.


Subversive Semantics in Political Discourse

International Symposium, Rostock University, 12.11-14.11.2020

Inspired by the large-scale occurrence of phenomena of semantic transfer and rhetorical inversion currently to be observed in right wing discourses and ‘alternative knowledge’ production, the symposium seeks to analyze processes of resemanticization (Umdeutung) of cultural concepts and narratives aimed at establishing hermeneutic hegemony in the political field. Special attention will be paid to discourses on “development” (with reference to the relations between Global North and Global South, e.g. the argument of overpopulation); reformulations of the meaning of nation and national identity; the rhetorical maneuvers of right-wing populism (how does it differ from leftist populisms?); the discursive construction of the urban-rural divide (in the context of climate change, corporate agroindustry, and rural ecofacism); and the seductiveness of conspiracy narratives (e.g. in the discourse of climate denial).

In all named fields, we can observe reinterpretations of existing narratives and motifs, aimed at obtaining power of interpretation/discursive hegemony and to prevent necessary reforms. We want to analyze to what extent such maneuvers serve to establish new and powerful belief systems beyond rational and democratic control, and why it is that societies priding themselves with their technological and rational excellence, as well as the accessibility of an immense amount of knowledge, yet have to fear that democracy, and planetary survival itself, may fall victim to an expanding communicative ‘culture’ of ignorance and doubt frequently coupled with a general hostility toward life (including non-human life).

Contributors are asked to address any one of the mentioned thematic fields, or a combination of several of them, and to pay particular attention to the rhetorical manufacturing of opinions through the control of emotions and the manipulation of tacit knowledges. The aim is to arrive at a complete knowledge of the arsenal of methods, topoi, and mythical narratives employed in processes of resemanticization (Umdeutung), as well as a better understanding of how these tactics establish hermeneutic power.

 

Organizer:

Graduate School “Deutungsmacht. Religion und Belief Systems in Deutungsmachtkonflikten / Hermeneutic Hegemony and Hermeneutic Conflict in the Context of Religions and Belief Systems”

 

Contact: Tobias Götze: deutungsmacht@uni-rostock.de

Gesa Mackenthun: gesa.mackenthun@uni-rostock.de

Jörn Dosch: joern.dosch@uni-rostock.de


Bericht zum Nachwuchsforum „Streitkulturen – Deutungsmachtkonflikte zwischen Konsens und Zerwürfnis“ des GRK Deutungsmacht

9.9.2019-13.9.2019, Universität Rostock

Den ausführlichen Bericht erhalten Sie hier.

 

von Katharina Alexi und Dawid Mohr

25 angehende DoktorandInnen aus Deutschland besuchten vom 9. bis 13. September 2019 die Universität Rostock im Rahmen des Nachwuchsforums „Streitkulturen“. Sie hörten Vorträge von Daniel Witte, Reiner Anselm, Paula Diehl, Peter Schaber, Klaus von Stosch und Karen Struve. Außerdem erhielten die TeilnehmerInnen ein Schreibkompetenzen förderndes Wissenschaftscoaching und setzten sich in Workshops der KollegiatInnen des Graduiertenkollegs „Deutungsmacht – Religion und belief systems in Deutungsmachtkonflikten“ phänomenorientiert mit Streit- und Konfliktkulturen sowie deren Praxen auseinander.

 

Konferenzübersicht:

Vorträge

Daniel Witte (Frankfurt), „Streit als Form der Konfliktaustragung. Facetten einer Theorie des Streits“

Reiner Anselm (München), „Öffentliche Religion und Streitkultur in der Demokratie“

Paula Diehl (Kiel), „Populismus in den Medien“

Peter Schaber (Münster), „Respektvolle Auseinandersetzungen und ihr Wert für die Gesellschaft“

Klaus von Stosch (Paderborn), „Interreligiöse Streitkultur: Chancen und Grenzen von Dialog und Vergleich“

Karen Struve (Kiel), „Wissen im Widerstreit. Narrative Konstruktion von kolonialer Identität“

Daniela Meinhardt (Köln), „Keine Angst vor der Promotion. Schreibstrategien für die Exposéarbeit“

 

Seminareinheiten der KollegiatInnen (Rostock)

Marian Pradella u. Ronny Rohde, „Wie Rechte reden – Ideologie und Diskurspraxis“

Katharina Alexi, „Informations- oder Werbeverbot? Deutungsmachtkonflikte zum Recht auf Schwangerschaftsabbruch am Beispiel der Verurteilung der Ärztin Kristina Hänel“

Tobias Götze u. Joshua Folkerts, „Wie viel Skepsis braucht die Streitkultur? Chancen und Grenzen des Zweifels“

Valerian Thielicke u. Dawid Mohr, „Feindbilder und Streitkultur: Konflikte um kollektive Identitäten”

Nina Käsehage, „Islamisierung des Extremismus oder Radikalisierung des Islam?“

 

Weiterführende Informationen und Medien



Stellenausschreibung

Die aktuelle Ausschreibung für 3 studentische Hilfskräfte finden Sie hier.

Thematisch einschlägige Bewerbungen um eine externe Mitgliedschaft am GRK Deutungsmacht (Partizipation an Reise- und Sachmitteln sowie dem Qualifizierungsprogramm) sind fortlaufend möglich.

Weitere Informationen erhalten Sie beim Koordinator.