Qualifikationsprogramm (gekürzt)

Das Qualifikationsprogramm (ausführlich siehe hier) verfolgt das Ziel, den KollegiatInnen den Zusammenhang von Theorie und Phänomenfeldern transparent werden zu lassen. Es ist im Bewusstsein der Spannung konzipiert, einerseits ein anspruchsvolles Rahmenprogramm für die je eigene Forschung zu bieten und andererseits genug Freiraum für die individuelle Entfaltung und zielführende Fertigstellung des eigenen Forschungsprojektes zu gewährleisten. Zu dem Zweck bietet das GRK bewährte und innovative Formen des Kompetenzerwerbs, die auf die international anschlussfähige akademische Qualifizierung in und zwischen den jeweiligen Disziplinen ausgerichtet sind. Es wird die Bildung einer fächerübergreifenden Expertise ermöglicht, um im Rahmen von Differenzhermeneutik, Diskursanalyse und Machttheorie kulturelles ‚Konfliktmanagement‘ leisten zu können. Mit inter- und transdisziplinären Sprach- und Reflexionskompetenzen soll der selbständige Transfer auf andere Phänomenbereiche und Diskurse ermöglicht werden.

Das Studienprogramm besteht insgesamt aus folgenden Elementen: Einer universitätsöffentlichen Ringvorlesung und einem mit der Ringvorlesung eng verbundenen Doktorandenseminar – alternierend mit einem „reinen“ Doktorandenseminar zu Forschungsgrundlagen des Kollegs –, einem Doktorandenkolloquium, Vernetzungstreffen mit thematisch verwandten Graduiertenkollegs, Konsultationen/Workshops mit externen GastwissenschaftlerInnen, einem einmaligen Präsentationsprojekt und einem internationalen Symposium. Das Studienprogramm verfolgt das Ziel, den KollegiatInnen den Zusammenhang zwischen den komplexen Leittheorien und ihrer Erschließungskraft im Blick auf die einzelnen von ihnen bearbeiteten Phänomen- bzw. Forschungsfelder transparent werden zu lassen. Es ist im Bewusstsein der Spannung konzipiert, einerseits ein anspruchsvolles, förderndes Rahmenprogramm für die je eigene Forschung zu bieten und andererseits den notwendigen Freiraum für die individuelle Entfaltung und zielführende Fertigstellung des je eigenen Forschungsprojektes zu gewährleisten. Um den interdisziplinären Diskurs und die Sprachfähigkeit untereinander nicht nur schrittweise im Vollzug auszubilden, sondern auch gezielt zu unterstützen, wird zu Beginn des Studienprogramms ein Basic Reader angelegt, in dem ein Kanon grundlegender Texte aus den verschiedenen Theoriehorizonten erstellt wird. Diese Texte sollen einen gemeinsamen Referenzrahmen sichern helfen.

Das Programm für Ringvorlesung und Doktorandenseminar der ersten drei Jahre: 1. Semester: Doktorandenseminar zu Forschungsgrundlagen und -fragen im Feld des Normalfalls: „Deutungsmacht – Text – Institution“ (Reinmuth, Mackenthun) 2. Semester: Ringvorlesung und Seminar zum Feld des Normalfalls: „Deutungsmacht – Text – Institution“ (Kumlehn, Stoellger) 3. Semester: Doktorandenseminar zu Forschungsgrundlagen und -fragen im Feld des Ausnahmefalls: „Mythos – Evidenz – Narration“ (Bizeul, Hock) 4. Semester: Ringvorlesung und Seminar zum Feld des Ausnahmefalls: „Mythos – Evidenz – Narration“ (Wodianka, Klie) 5. Semester: Doktorandenseminar zu Forschungsgrundlagen und -fragen im Feld des Konfliktfalls: „Ordnung – Pluralität – Konflikt“ (Hastedt, Stoellger) 6. Semester: Ringvorlesung und Seminar zum Feld des Konfliktfalls „Ordnung – Pluralität – Konflikt“ (Berger, Hock)